February 2015 › Nickswriting über Online-Business

Posts from February 2015.

February 28th 2015
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Reparatur-Tricks: Smartphone kaputt? So können Sie es günstig retten

Smartphone und Schlüssel in derselben Tasche – das gibt schnell einen Kratzer im Display. Und andere Defekte passieren auch ohne Zutun des Besitzers, etwa wenn der Akku im Tablet streikt und sich nicht ohne weiteres wechseln lässt. In solchen Fällen geht es nicht ohne Reparatur, im Idealfall mit Hilfe von Garantie und Gewährleistung. Doch was, wenn Hersteller und Händler nicht mehr helfen?

“Einige Reparaturen am Smartphone oder Tablet können Verbraucher auch selbst durchführen”, sagt Sarah Raymaekers vom Telekommunikationsportal “Teltarif.de”. Neben Fingerspitzengefühl brauchen Bastler dafür vor allem passendes Werkzeug, eine gute Anleitung und ein wenig Geduld. Hektikern empfiehlt die Expertin, eine Fachwerkstatt zu besuchen.

In Eigenregie lassen sich zum Beispiel beschädigte Backcover, Displays oder Akkus austauschen. Das gilt aber nicht für jedes Gerät. “Es ist prinzipiell vom Modell abhängig, ob man das Gerät selbst reparieren kann”, erklärt Stephan Hartmann von der Zeitschrift “Chip”. Sind die Gehäuse nur verschraubt, ist der Austausch für Bastler meistens kein großer Akt.

“Ist das Gehäuse aus einem Stück – Unibody genannt – oder sind Komponenten fest verlötet, wird es deutlich schwieriger”, so Hartmann, der im Testlabor der “Chip” als Messtechniker arbeitet. Sarah Raymaekers von “Teltarif.de” empfiehlt, vorab in Internetforen anhand von Erfahrungsberichten zu prüfen, ob sich das defekte Geräteteil mit einfachen Handgriffen auszutauschen lässt.

Austausch von Displays ist besonders kompliziert

Für passende Bauteile ist das Internet die beste Anlaufstelle. “Ersatzteile findet man auf diversen Webseiten oder direkt bei Ebay”, sagt Stephan Hartmann. Hierfür müssen Nutzer nur das Modell und den Begriff “Ersatzteile” in der jeweiligen Suche eingeben. “Manchmal lassen sich auch identische Modelle mit einem kleinen Schaden als Ersatzteillager verwenden”, so der Tipp des Experten.

Das passende Werkzeug, etwa spezielle Schraubendreher zum Öffnen der Geräte, gibt es in sogenannten Reparatursets. Die können Bastler bei Anbietern wie Ifixit oder Fixxoo im Netz bestellen. “Für eine Einmal-Reparatur reicht das in der Regel aus”, sagt Hartmann. “Wer öfter Reparaturen vornimmt, sollte aber in ein Werkzeug-Set für Feinelektronik investieren.”

Selbst mit Werkzeug und Ersatzteilen sollten Verbraucher aber auf keinen Fall ziellos drauflosschrauben. “Vor der Reparatur sollten Bastler Schritt für Schritt die Anleitung für jedes Modell ansehen und unbedingt die Warnhinweise befolgen”, erklärt Stephan Hartmann.

Besonders kompliziert für Anfänger ist oft der Austausch von Displays. “Dazu gibt es zwar eine Menge Anleitungen und Reparaturvideos im Netz, aber man benötigt Zeit und Geduld”, sagt Raymaekers. Denn um ans Display zu gelangen, muss häufig das gesamte Gerät zerlegt werden: “Viele kleine, zum Teil spezielle Schrauben, Kabelverbindungen und Kleinteile muss der Bastler sorgfältig lösen und wieder zusammensetzten.”

Wer zu Hause schraubt, kann viel Geld sparen

Wer sich von so viel Bastelei überfordert fühlt, kann Hilfe in sogenannten “Reparatur-Cafés” suchen. “Das Repair Café ist ein Hilfe-zur-Selbsthilfe-Konzept”, sagt Elisa Gasch vom Repair Café Kunst-Stoffe in Berlin. “Ehrenamtliche Helfer und Experten unterstützen Besucher dabei, so viel wie möglich an kaputten Geräten und Gegenständen selbst reparieren zu können.” Kosten fallen dabei nur für die Ersatzteile an, viele Teilnehmer geben außerdem eine kleine Spende.

Die Skepsis vor der Technik ist bei vielen Café-Besuchern schnell überwunden: “Die Praxis hat zeigt, dass nach den ersten Schrauben am Gehäuse die Hemmungen fallen und die Gäste danach sogar gerne den Schraubendreher und mit etwas mehr Eingewöhnung den Lötkolben in die Hand nehmen”, erklärt Elisa Gasch.

Eine Übersicht von Reparatur-Cafés findet sich im Internet beispielsweise auf der Seite “Anstiftung.de”, die sich auf offene Werkstätten, Reparaturinitiativen und Gemeinschaftsgärten spezialisiert hat. Wer im Café oder zu Hause schraubt, kann damit viel Geld sparen.

Neben der investierten Zeit, fallen nur die Kosten für die Ersatzteile und das Werkzeug an. “Dennoch gibt es im Netz viele günstige Reparaturdienste – sich einen Kostenvoranschlag einzuholen, kann nicht schaden”, erklärt Sarah Raymaekers. Generell empfiehlt sie Nutzern, Reparaturdienste und Ersatzteilkosten genau zu vergleichen.

 

Zur Anbieter-Website:

www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article137625754/Smartphone-kaputt-So-koennen-Sie-es-guenstig-retten.html

February 13th 2015
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Diese Grundsätze sollten Sie bei einer Datensicherung beachten

Viel zu wenige PC-Nutzer führen regelmäßige Backups ihrer wichtigen Daten durch, doch selbst wenn man diszipliniert ist und die Daten regelmäßig sichert, kann es ein böses Erwachen geben. Wichtigster Grundsatz für die Sicherheit der persönlichen Daten ist, immer mindestens 2 Datenträger, am besten externe Festplatten, für die Backups zu verwenden. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass 2 Festplatten gleichzeitig ihren Geist aufgeben. Aber leider genügt das allein nicht. Man muss noch an einen anderen wichtigen Grundsatz denken. Der betrifft den Verschleiß von HDD’s (im Gegensatz von SSD’s, die rein elektronisch funktionieren). Auch wenn eine externe Festplatte üblicherweise nicht ständig am Rechner hängt und somit in Betrieb ist, verschleißen diese Festplatten alleine schon aufgrund der Alterung. Eine Bekannte von mir hatte kürzlich diesen Fall. Sie verwendete seit Jahren ihre externe Festplatte von Samsung mit 160GB Kapazität (daran merkt man schon, wie alt die Festplatte war) zur Speicherung bzw. Auslagerung ihrer wichtigen Daten. Dabei ignorierte sie den oben erwähnten Grundsatz, die Daten immer auf 2 voneinander unabhängigen Datenträgern zu speichern und hatte dann das Pech, dass ihre alte externe Festplatte irgendwann den Dienst versagte. Ausgerechnet der wichtigste Ordner auf der Festplatte enthielt nur noch verwaiste Dateieinträge, die Dateien selbst waren unauffindbar. Nach einigem Herumprobieren mit kostenlosen Datenrettungsprogrammen gab sie schließlich auf, vor allem deshalb, weil ihr von einem professionellen Datenrettungsunternehmen gesagt wurde, dass man als Laie im Zweifelsfall noch mehr Schaden anrichten könne, wenn man nicht genau weiß, was man da eigentlich tut.

Nun war guter Rat teuer und meine Bekannte brachte ihre defekte externe Festplatte schlussendlich zu einem Anbieter von Datenrettung und Datenwiederherstellung von defekten Datenträgern bzw. Festplatten. Sie hatte Glück und der Dienstleister erwies sich als eine gute Wahl. Er konnte die verschwundenen Daten wiederherstellen und verlangte dafür einen sehr zivilen Preis, der zwar auch weh tat, aber durchaus angemessen war. Dazu kopierte er alle anderen Daten von der defekten Festplatte auf eine neue externe Festplatte, sodass meine Bekannte letztlich keinen Datenverlust zu beklagen hatte. In diesem Fall also Ende gut alles gut.  Wem ein ähnliches Malheur passiert ist, der kann sich hier ja mal Rat holen oder seine Daten retten lassen.

February 10th 2015
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Berufsspieler – Games vorbestellen : Ein Schuss ins eigene Knie

So läuft das nun mal: Die großen Blockbuster der Spielebranche sind jahrelang in Entwicklung – und auch die PR-Abteilungen der großen Herausgeber sind schwer beschäftigt. Mit kleinen Häppchen an “Exklusiv-“Previews, (oft geschönten) Vorab-Screenshots, streng bewachten Pressevorführungen auf Messen oder regelmäßig veröffentlichten Teaser-Videos, in denen allzu oft kaum Gameplay zu sehen ist, wird die Vorfreude auf das kommende Megaseller-Spiel geschürt. Für viele Spieler ist diese Vorfreude fixer Teil des Gesamtpakets – und es ist Ehrensache, den kommenden Bestseller schon monatelang vor Veröffentlichung vorzubestellen.

Preorders, also Vorbestellungen von Spielen, die sich meist noch nicht einmal einer spielbaren Alpha-Phase nähern, sind eigentlich ein Relikt aus der Zeit vor der digitalen Distribution. Sie waren sinnvoll, um den Albtraum von Spielefans weltweit abzuwenden: nach all dem Warten am Veröffentlichungstag kein Exemplar des heiß begehrten Spiels zu ergattern. Mit dem Ende dieses Problems der physischen Kopie und digitalen Downloads ist das Geschäft mit der Vorfreude aber nicht weniger geworden – im Gegenteil: Es hat sich bis ins Absurde verschärft.

Die Tricks der Herausgeber

Um sich die heiß begehrten Vorabkäufe zu sichern, lässt sich die Branche zunehmend neue Tricks einfallen – schließlich ist bei den am meisten begeisterten Fans auch am meisten zu holen. Was ein wahrer Enthusiast ist, holt sich nicht bei Release die schnöde Standard-Version, sondern schlägt schon Monate zuvor bei der Digital-Deluxe-Collector’s Edition zu. Die kostet zwar bis zum Anderthalbfachen des Normalpreises und man muss de facto die Katze im Sack kaufen, aber dafür winken “exklusive” Zusatzinhalte: spezielle In-Game-Items, Kostüme, Nebenmissionen oder – für die besonders Zahlungskräftigen – Collector’s Editions mit teuren Goodies wie T-Shirts, Spielfigurenstatuetten oder Postern.

Schon letztes Jahr führte der Dschungel an verschiedenen “Editions” von “Watch_Dogs” zu Kopfschütteln: Auch Auskenner kapitulierten vor dem Wildwuchs, der je nach Kaufdatum, Distributionsform und Preis insgesamt auf zehn verschiedene Varianten verstreut war. Dass durch den Vorbestellwahn zusätzlich der Unart Vorschub geleistet wird, ehemals vollständige Titel schon am Release-Tag in zahllose extra zu bezahlende DLC-Häppchen zu zerstückeln, ist eine eng damit verknüpfte Unsitte des modernen Gamings. Am allerliebsten wäre es der Branche, die Fans würden neben dem Spiel selbst auch gleich den “Season Pass” mitvorbestellen und so ihr blindes Vertrauen in das Spiel gleich auf alle nachgereichten DLC-Häppchen ausweiten.

Geblendete Vorbesteller

Stellt sich der vorbestellte Titel dann allerdings als verbuggte Software-Ruinen heraus, haben die vom Pre-Release-Hype Geblendeten das Nachsehen. Nur mit großer Mühe lassen sich Fehlkäufe, wenn überhaupt, retournieren – vor allem dann, wenn die Herausgeber vorab Review-Embargos verhängen, wie im Fall von “Assassin’s Creed: Unity”, wo erst einen Tag nach Verkaufsstart Kritiken in der Fachpresse erscheinen durften. Auch diese Unart wird für Vorbesteller verschärft: Dass ein vorbestelltes Spiel schwere Mängel hat, ist mit Veröffentlichungstag quasi egal – dann ist der Vorabkauf nicht mehr rückgängig zu machen. Kein Wunder, dass die Kritik an dieser Praxis harsch ausfiel.

Aktuell sorgt die Preorder-Politik des kommenden Multiplayer-Shooters “Evolve” für Stirnrunzeln. Der heiß erwartete Titel der “Left 4 Dead”-Macher bietet nonchalant “exklusiv” für Vorbesteller Inhalte die abwartenden Käufern zunächst vorenthalten und später per DLC-Kauf nachgereicht werden – nur handelt es sich nicht gerade um kosmetische Kleinigkeiten, sondern spielerisch relevante Teile, wie etwa spezielle Spielerklassen oder Monster, die im Basisspiel nicht enthalten sein werden. Bereits Wochen vor Release wirbt auch “Evolve” also bereits mit Zusatzinhalten, die nicht nur “normalen” Käufern ohne Aufzahlung vorenthalten werden, sondern dazu motivieren sollen, schon jetzt die Geldbörse zu zücken. Das freut den Publisher, die Aktionäre und die Verkäufer, ob digital oder klassisch im Fachhandel; für die Spieler selbst aber hat der Vertrauensvorschuss im schlimmsten Fall nur Nachteile. Denn was nützt dem begeisterten Fan die Preorder-Special Edition samt “exklusivem” Avatar-Kostüm, wenn das Spiel ein Totalschaden wie “Aliens: Colonial Marines” ist?

Störfaktor kritische Journalisten

Die Spiele-Branche betreibt eine riesige Hype-Maschine, an der sich jahrelang auch die Spielepresse wenig kritisch beteiligt hat. Im immer absurder werdenden Kampf um enthusiastische Vorabkäufer zeigt sich zunehmend deutlich ein Dilemma: Die Kritik an Spielen, für viele Spieler immer noch essentielle Funktion des Journalismus als Kaufberatung, wird von vielen in der Branche inzwischen vermehrt als Störfaktor wahrgenommen, der mit möglichst großem Rummel und Zusatzzuckerln aus dem Blickfeld gedrängt werden soll. Ben Kuchera von Polygon hat Recht, wenn er nüchtern feststellt, dass Spieler schlicht gar keine Spiele aus purer Gutgläubigkeit und Enthusiasmus vorabbestellen sollten.

Denn eigentlich wäre es recht einfach: Je weniger Spieler sich durch das Bombardment an Hype blenden lassen und blauäugig ihr Geld schon Monate vorab in Richtung Herausgeber werfen, desto schneller würde der Wildwuchs an Vorabzocke reguliert. Wer Spiele vorbestellt, hängt sich freiwillig ans Gängelband der Industrie – und schickt zugleich das Signal, dass die Zerstückelung von Vollpreisspielen in separat zu bezahlende Einzelteile akzeptabel ist.

 

Gelesen auf:

derstandard.at

February 10th 2015
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Blackphone: Schwerer Fehler in der Messaging-App Silenttext

Blackphone

Über einen schwerwiegenden Fehler in der Messaging-Applikation Silenttext von Silent Circle könnten sich Angreifer Zugriff auf fremde Blackphones verschaffen. Die Sicherheitslücke befindet sich auch in der App für Android.

In der Messaging-App Silenttext auf dem Blackphone ist ein schwerwiegender Fehler entdeckt worden, der es Angreifern erlaubt, Nachrichten zu entschlüsseln und im schlimmsten Fall sich sogar Zugriff auf das gesamte Smartphone zu verschaffen. Der Fehler ist auch in der Silenttext-App für Android vorhanden. Er wurde inzwischen behoben und Updates für das Blackphone und für die App im Play Store stehen bereit.

Bei der Schwachstelle handelt es sich um einen Speicherzugriffsfehler, über den Angreifer beliebigen Code einschleusen können. Dazu muss nur die Silent-Circle-ID beziehungsweise die Telefonnummer des Opfers bekannt sein. Die Lücke lässt sich auch ohne Zutun des Opfers ausnutzen. Zunächst lässt sich der eingeschleuste Code nur im Kontext der App ausführen. Damit können aber ein- und ausgehende Nachrichten entschlüsselt werden, Standortdaten abgegriffen und Kontakte ausgelesen werden. Auch Schreibzugriffe auf den Flashspeicher sind möglich. Außerdem könnten Angreifer Exploit-Code ausführen, der ihnen möglicherweise Root-Rechte auf das Smartphone verschafft.

Datentypenverwechslung

Die Sicherheitslücke lässt sich durch eine manipulierte Nachricht auslösen, die über das von Silent Circle verwendete Instant Messaging Protocol (SCIMP) versendet wird. Durch einen Fehler in der Bibliothek Libscimp können Angreifer den integrierten JSON-Parser YAJL (Yet Another JSON Parser) nutzen, um eigenen Code in den Arbeitsspeicher einzuschleusen. Dabei lässt sich eine sogenannte Type-Confusion-Lücke ausnutzen, bei der der Parser zwei verschiedene Datentypen verwechselt. Dadurch lässt sich unerlaubt auf Speicherbereiche zugreifen.

Eine detaillierte Beschreibung der Lücke hat der Datenexperte Mark Dowd in seinem Blog veröffentlicht. Er hatte den Fehler entdeckt und zuvor Silent Circle darüber informiert.

 

Erstmals erschienen auf:

http://www.golem.de/news/

February 6th 2015
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Internetkonferenz DLD: Samwer fordert Start-ups zu Börsengängen auf

Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer hofft auf eine Signalwirkung des Börsengangs seiner Start-up-Schmiede Rocket Internet für die europäische Online-Wirtschaft. “Das ist gut für Europa. Je mehr Unternehmen an die Börse gehen, umso mehr kann man diesen europäischen Traum haben”, sagte Samwer auf der Internetkonferenz Digital-Life-Design (DLD) in München. “Die wichtigste Erfahrung des Börsengangs war: Es ist machbar.” Das sollte anderen Unternehmen Mut machen.

Rocket Internet hatte bei dem Börsengang in Frankfurt im Oktober über 1,4 Milliarden Euro eingenommen. Die Aktie war zunächst unter den Ausgabepreis gestürzt, erholte sich inzwischen aber.

Der Marktwert des Unternehmens liegt über 6,5 Milliarden Euro. Rocket Internet entwickelt weltweit junge Unternehmen vor allem im Bereich des Online-Handels.

Die Idee von Samwer und seiner Brüder Marc und Alexander ist, den Gründungsprozess mithilfe einer einheitlichen Plattform aufs Fließband zu stellen. “Die Sache mit den verschiedenen Kulturen in einzelnen Ländern wird überbewertet: E-Commerce funktioniert überall”, sagte Samwer. Aktuell arbeiten rund 50 Firmen unter dem Rocket-Dach. Sie schreiben bisher quer durch die Bank Verluste.

Rocket-Eintritt in USA möglich

Fragen zur künftigen Strategie wich Samwer unter Hinweis auf die Mitteilungspflichten bei einem börsennotierten Unternehmen aus. Einen groß angelegten Markteintritt in den USA schloss er allerdings nicht aus.

 

“Wir greifen nicht an. Wir könnten freundlich Amerika betreten. Nichts ist unmöglich”, sagte er auf die Frage nach Plänen für einen Angriff auf die Konkurrenz in den USA. Bisher sind nur einige wenige Rocket-Start-ups in den USA aktiv.

Zugleich machte Samwer keinen Hehl daraus, dass er seine Start-ups dynamischer als die etablierten Internetkonzerne aus den USA findet. “Bei Google haben Sie eine Cafeteria mit Gratis-Getränken und Sushi – bei uns können Sie Unternehmen aufbauen”, beschrieb er die Perspektive für Neueinsteiger.

Samwer wehrt sich gegen Kopier-Vorwürfe

Im Silicon Valley wird Rocket Internet oft vorgeworfen, Geschäftsideen aus den USA zu kopieren. Samwer kontert, die Herausforderung sei vor allem die Umsetzung einer Idee.

Der 42-jährige Samwer machte bei seinem Auftritt insgesamt seinem Ruf eines aggressiven und ungeduldigen Managers alle Ehre. “Wir sind sehr hungrig”, beschrieb er Rocket Internet. “Es ist egal, wie gut jemand gestern war, wenn der Hospitant heute besser ist.”

Er selbst arbeite so viel wie nötig – und schlafe am liebsten in Flugzeugen, um Zeit zu sparen. Die Börsengänge von Rocket und des Modehändlers Zalando haben die Samwer-Brüder offiziell zu Milliardären gemacht.

 

Zur Internetseite:

www.welt.de/wirtschaft